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Rändeln mit ShopTurn, Tipps und Tricks

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Beitrag 15.01.2015, 11:01 Uhr
Rotationsdesigne...
Level 1 = Community-Lehrling
*

Hallo zusammen,

ich muss Drehteile Ø35mm und 100mm lang aus 1.4034 bearbeiten. Das Rändelprofil der Teile soll RGE 10 DIN 82 (Teilung 0.8) sein auf einer Länge von 60mm.
Da ich noch nie auf einer CNC-Maschine (und das letzte mal in meiner Ausbildung) gerändelt habe, ist dies für mich Neuland.
Was muss ich beachten, wie gehe ich vor? Soll ich den Gewindezyklus dafür benutzen, benötigt man für die Länge den Reitstock (wenn ja, eine Zentrierung ist nicht zulässig).
Ich habe folgende Richtwerte Vc=20-50m/min und f=0,05-0,1mm/U. Was würdet ihr empfehlen?
Bearbeiten werde ich die Teile mit einem Zeus Rändelformwerkzeug mit 2 Rädern. Eine Neuanschaffung wie zB. ein Rändelfräswerkzeug ist für die geringe Stückzahl unrentabel.

PS: Die Teile werden auf einer DMG/Mori CTX 510 mit Siemens 840D Steuerung gefertigt

Ich würde mich sehr über eure Kenntnisse und Erfahrungen diesbezüglich freuen

MfG
Rotationsdesigner212

Der Beitrag wurde von Rotationsdesigner212 bearbeitet: 15.01.2015, 11:02 Uhr
TOP    
Beitrag 15.01.2015, 11:29 Uhr
DMC635V
Level 6 = Community-Doktor
******

Am leichtesten geht es, wenn du es im G-Code oder mit den "Gerade / Kreis" funktionen programmierst. Am besten drehst du eine Fase zum Einfahren an und fährst dann in Z-Richtung direkt auf Endtiefe in das Teil ein. Schnittwerte und erforderliche Zustellung hab ich nicht mehr im Kopf, ist bei mir auch schon wieder ne Zeit her. Dein Vorschub klingt aber vernünftig. Bedenke auch, dass du mit einem Formwerkzeug den Durchmesser kleiner vordrehen musst, als der vermasste Durchmesser.
Bei unserem Rändelwerkzeug hatte es eine Anleitung dabei, in der auch Vordrehmasse, Zustellung und Schnittwerte drin waren. Schau mal ob bei euch so etwas auch vorhanden ist.
Schau dir sonst mal diese Seite an, da hat es einige nützliche Tabellen:
http://www.zeus-tooling.de/de/support/anwe...rstuetzung.html


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Freundliche Grüsse
DMC635V
TOP    
Beitrag 15.01.2015, 11:56 Uhr
Rotationsdesigne...
Level 1 = Community-Lehrling
*

Ok, nun müsste ich noch wissen, ob der Reitstock für diese Länge benötigt wird, da durch das Formen ja höhere Belastungen entstehen als beim fräsen.
Die Teile werden auf der Maschine nur vorgedreht und auf einer CTX beta 1250 TC (mit B-Achse) fertigbearbeitet. Ich wollte die B-Achse nicht mit dem Rändeln belasten, daher die Wahl einer Revolver-Maschine.
Hast du hinsichtlich dessen Erfahrungen?
Es handelt sich um eine Stückzahl von 110 Teilen.
Denn wenn die Spindelbelastung nicht zu hoch ist, könnte ich die Teile dort komplett fertigen.
TOP    
Beitrag 15.01.2015, 12:34 Uhr
VHMler
Level 3 = Community-Techniker
***

Mahlzeit,

bei 100mm Ausspannlänge wird es ohne Reitstock wohl nicht gehen, da das Teil logischerweise ausweichen wird und somit das Rändel ungleichmäßig Tief wird.
Auch wird die Belastung besser verteilt.

Bei den Zustelltiefen habe ich für die erste Zustellung 0,5mm und jede weitere mit 0,2mm in Erinnerung.
Die Schnittwerte sollten passen.

MfG

VHMler

Nachtrag:
Da eine Zentrierung nicht zulässig ist, könntest du ja die Welle um die Zentrierung länger lassen und diese anschließen abdrehen.
Die Welle im Bereich der Zentrierung um die Fasengröße des Fertigteils absetzen ( im Durchmesser kleiner drehen) um eine Freistellung zu erreichen.

Der Beitrag wurde von VHMler bearbeitet: 15.01.2015, 12:40 Uhr


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Was denkbar ist, ist machbar! .... Oder auch nicht?
TOP    
Beitrag 15.01.2015, 13:26 Uhr
Rotationsdesigne...
Level 1 = Community-Lehrling
*

Ok, danke schon mal für die Info's thumbs-up.gif
TOP    
Beitrag 24.10.2025, 18:31 Uhr
kaleemjaan
Level 1 = Community-Lehrling
*

Hallo zusammen,

spannendes Thema und definitiv kein leichter Einstieg, wenn man bislang wenig Erfahrung mit dem Rändeln auf CNC gesammelt hat. Für 1.4034 in der genannten Länge würde ich auf jeden Fall mit Reitstock arbeiten, um Vibrationen vorzubeugen, selbst wenn keine klassische Zentrierung zulässig ist. Alternativ kann eine abgestützte Spannhülse oder Lünette sinnvoll sein.

Beim Rändeln mit Formwerkzeugen empfiehlt es sich, leicht über Nennmaß zu drehen, da das Profil das Material verformt und aufstaucht. Die von dir genannten Schnittwerte liegen im üblichen Bereich, ich würde mich eher am unteren Ende orientieren, um Oberflächenschäden zu vermeiden. Zustellung dabei möglichst konstant und stabil, damit die Profilbildung sauber erfolgt. Ein Gewindezyklus ist hier nicht ideal, lieber im einfachen Vorschub mit kontrolliertem Ansatz arbeiten.

Ich habe übrigens kürzlich dazu einen ausführlicheren Beitrag veröffentlicht – vielleicht hilft er dir bei der Planung weiter:
???? Knurling & CNC Tips: https://tvmon-link.com/

Viel Erfolg bei der Fertigung!
TOP    
Beitrag 15.11.2025, 20:06 Uhr
Dankode
Level 1 = Community-Lehrling
*

Ich entwickle ein Dreirollen-Rändelwerkzeug mit Selbstzentrierung.
Dieses Werkzeug erzeugt die Eindringkraft zentripetal, wodurch Wellendurchbiegungen vermieden
werden und es sich besonders für kleine Durchmesser eignet.
Es ist auf dem Revolver einer CNC-Drehmaschine montiert, wird von der Kühlmittelpumpe angetrieben
und über eine „M“-Funktion gesteuert.

Angehängte Datei  2025XX_112601__1_.jpg ( 61.17KB ) Anzahl der Downloads: 17


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