HEIDENHAIN
Steuerungen, Messgeräte & Positionsanzeigen
Automatische Werkstückvermessung

Guten Tag,
ich arbeite an einer FXR 16000 mit iTNC530 und hätte ein paar Fragen zu verschiedenen Tastsystem-Zyklen.
Bauteil ist eine runde Stahlplatte mit einem Durchmesser von über 4m auf einem Drehtisch. Kreismittelpunkt ist X0 und Y0.
Unsere Mess-Bohrungen taste ich über TCH PROBE 421 an, was auch reibungslos funktioniert.
Allerdings speichert mir die Anlage nach Zyklusablauf einen Wert in die Spalte "DR" (vorher 0) des Messtasters in der Werkzeugtabelle?
Warum tut sie das?
Über TCH PROBE 4.0 MESSEN 3D wollte ich den Lochkreisdurchmesser bei unterschiedlichen Winkeln (0° / 45° / 90° / 135°) antasten lassen.
Den Rundtisch (B-Achse) kann ich bauteilbedingt aber nur auf 0° / 120° und 240° stellen.
Die Bohrung für den Lochkreisdurchmesser bei 90° erreiche ich dann bei B+120 über ROT-30 und X+0 Y-2200.
Dort angekommen setze ich die Rotation auf 0 und lasse mir die aktuellen Koordinaten von X (X-1100) und Y (Y-1905.256) in Q1975 und Q1976 abspeichern.
Ablaufende Zyklen:
TCH PROBE 4.0 MESSEN 3D
TCH PROBE 4.1 Q1980
TCH PROBE 4.2 IX+Q1975 (X-1100) IY+Q1976 (Y-1905.256) IZ+0
TCH PROBE 4.3 ABST+50 F200 MB20 BEZUGSSYSTEM:0
Der Taster fährt mir jetzt schräg zurück in Richtung des Kreismittelpunktes X0 und Y0. Das Gleiche wiederhole ich mit IX-Q1975 IY-Q1976.
Über die vier abgespeicherten Messwerte errechne ich mir erst die Bohrungsmitte (eigentlich X-1100 und Y-1905.256) und danach die Länge der Schräge von Bohrungsmitte zu Kreismittelpunkt X0 und Y0, mein Lochkreisradius.
Funktioniert ebenfalls ohne Probleme und die Messergebnisse stimmen mit unserem Soll-Lochkreisdurchmesser überein (liegen innerhalb der Toleranz).
Das wirft mir jetzt allerdings Fragen auf, wenn es um die Vermessung einer Fase geht.
So in etwa sieht das Bauteil mit Fase ganz links aus (ich hoffe das wird richtig angezeigt):
↓ Planflächen ↓
/‾‾‾‾‾| |‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
↑ Bohrung
Ich bräuchte das Maß von "linke Kante" Bohrung zum Schnittpunkt Fase-Oberkante zu Planfläche:
➘
/‾‾‾‾‾|← |‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Probiert habe ich es bisher mit dem gleichen Prinzip (schräg antasten Richtung X0 und Y0) wie bei der TCH PROBE 4.0 oben.
"Linke Kante" Bohrung bekomme ich den Messwert vom obigen Zyklus für den Lochkreisdurchmesser.
Die Maschine fährt mir - so genau es geht - den Schnittpunkt Fase-Oberkante zu Planfläche an und gibt mir dafür auch Messwerte aus.
Diese unterscheiden sich aber um mehrere mm, je nachdem, auf welcher "Seite" der Platte ich antaste.
Hatte ich vorm ablaufen der Zyklen eine Rotation von -45 beim anfahren stehen, stimmen die gemessenen Werte um ein oder zwei Zehntel.
Nutze ich das gleiche Prinzip mit ROT+45, so verändern sich die Messwerte und ich liege mehrere Millimeter daneben ...
Mein Gedanke war jetzt, dass es etwas mit dem Mittenversatz des Tasters in der Haupt- und Nebenachse, sowie dem Kugelradius zu tun haben könnte?
Meines Wissens nach verrechnet die TOUCH PROBE 4.0 MESSEN 3D nicht so mit, wie es beispielsweise die "normalen" Messzyklen machen?
Sofern ich mein Problem annähernd verständlich beschrieben habe:
Könnte mir jemand dabei helfen die passende Verrechnung - sofern dort das Problem liegt - zu finden?
Stimmen meine Ergebnisse des Lochkreisdurchmessers dann überhaupt, so wie sie ausgegeben werden?
Danke im Voraus und beste Grüße!
ich arbeite an einer FXR 16000 mit iTNC530 und hätte ein paar Fragen zu verschiedenen Tastsystem-Zyklen.
Bauteil ist eine runde Stahlplatte mit einem Durchmesser von über 4m auf einem Drehtisch. Kreismittelpunkt ist X0 und Y0.
Unsere Mess-Bohrungen taste ich über TCH PROBE 421 an, was auch reibungslos funktioniert.
Allerdings speichert mir die Anlage nach Zyklusablauf einen Wert in die Spalte "DR" (vorher 0) des Messtasters in der Werkzeugtabelle?
Warum tut sie das?
Über TCH PROBE 4.0 MESSEN 3D wollte ich den Lochkreisdurchmesser bei unterschiedlichen Winkeln (0° / 45° / 90° / 135°) antasten lassen.
Den Rundtisch (B-Achse) kann ich bauteilbedingt aber nur auf 0° / 120° und 240° stellen.
Die Bohrung für den Lochkreisdurchmesser bei 90° erreiche ich dann bei B+120 über ROT-30 und X+0 Y-2200.
Dort angekommen setze ich die Rotation auf 0 und lasse mir die aktuellen Koordinaten von X (X-1100) und Y (Y-1905.256) in Q1975 und Q1976 abspeichern.
Ablaufende Zyklen:
TCH PROBE 4.0 MESSEN 3D
TCH PROBE 4.1 Q1980
TCH PROBE 4.2 IX+Q1975 (X-1100) IY+Q1976 (Y-1905.256) IZ+0
TCH PROBE 4.3 ABST+50 F200 MB20 BEZUGSSYSTEM:0
Der Taster fährt mir jetzt schräg zurück in Richtung des Kreismittelpunktes X0 und Y0. Das Gleiche wiederhole ich mit IX-Q1975 IY-Q1976.
Über die vier abgespeicherten Messwerte errechne ich mir erst die Bohrungsmitte (eigentlich X-1100 und Y-1905.256) und danach die Länge der Schräge von Bohrungsmitte zu Kreismittelpunkt X0 und Y0, mein Lochkreisradius.
Funktioniert ebenfalls ohne Probleme und die Messergebnisse stimmen mit unserem Soll-Lochkreisdurchmesser überein (liegen innerhalb der Toleranz).
Das wirft mir jetzt allerdings Fragen auf, wenn es um die Vermessung einer Fase geht.
So in etwa sieht das Bauteil mit Fase ganz links aus (ich hoffe das wird richtig angezeigt):
↓ Planflächen ↓
/‾‾‾‾‾| |‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
↑ Bohrung
Ich bräuchte das Maß von "linke Kante" Bohrung zum Schnittpunkt Fase-Oberkante zu Planfläche:
➘
/‾‾‾‾‾|← |‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
Probiert habe ich es bisher mit dem gleichen Prinzip (schräg antasten Richtung X0 und Y0) wie bei der TCH PROBE 4.0 oben.
"Linke Kante" Bohrung bekomme ich den Messwert vom obigen Zyklus für den Lochkreisdurchmesser.
Die Maschine fährt mir - so genau es geht - den Schnittpunkt Fase-Oberkante zu Planfläche an und gibt mir dafür auch Messwerte aus.
Diese unterscheiden sich aber um mehrere mm, je nachdem, auf welcher "Seite" der Platte ich antaste.
Hatte ich vorm ablaufen der Zyklen eine Rotation von -45 beim anfahren stehen, stimmen die gemessenen Werte um ein oder zwei Zehntel.
Nutze ich das gleiche Prinzip mit ROT+45, so verändern sich die Messwerte und ich liege mehrere Millimeter daneben ...
Mein Gedanke war jetzt, dass es etwas mit dem Mittenversatz des Tasters in der Haupt- und Nebenachse, sowie dem Kugelradius zu tun haben könnte?
Meines Wissens nach verrechnet die TOUCH PROBE 4.0 MESSEN 3D nicht so mit, wie es beispielsweise die "normalen" Messzyklen machen?
Sofern ich mein Problem annähernd verständlich beschrieben habe:
Könnte mir jemand dabei helfen die passende Verrechnung - sofern dort das Problem liegt - zu finden?
Stimmen meine Ergebnisse des Lochkreisdurchmessers dann überhaupt, so wie sie ausgegeben werden?
Danke im Voraus und beste Grüße!

ZITAT
Unsere Mess-Bohrungen taste ich über TCH PROBE 421 an, was auch reibungslos funktioniert.
Allerdings speichert mir die Anlage nach Zyklusablauf einen Wert in die Spalte "DR" (vorher 0) des Messtasters in der Werkzeugtabelle?
Warum tut sie das?
Allerdings speichert mir die Anlage nach Zyklusablauf einen Wert in die Spalte "DR" (vorher 0) des Messtasters in der Werkzeugtabelle?
Warum tut sie das?
Wenn bei Q330=0 steht, sollte keine Korrektur des Werkzeuges geschehen.
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Frohe Grüsse Stefan
Ein Tag ohne lächeln ist ein verlorener Tag
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