Fräsmaschine: Unterschied zwischen den Versionen
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Konsolfräsmaschinen werden als Horizontal- und Vertikal- sowie als Universal-Konsolfräsmaschinen angeboten. | Konsolfräsmaschinen werden als Horizontal- und Vertikal- sowie als Universal-Konsolfräsmaschinen angeboten. | ||
− | + | * '''Horizontal- und Vertikal-Konsolfräsmaschinen: ''' Horizontal- und Vertikal-Konsolfräsmaschinen besitzen eine waagerecht beziehungsweise senkrecht fest im Maschinengestell angeordnete Hauptspindel. Die horizontalen und vertikalen Bewegungen werden mithilfe eines Kreuztisches ausgeführt. Bei diesem kann in den jeweiligen Endlagen ein Kippmoment für Ungenauigkeiten beim Arbeiten sorgen. Aus diesem Grund werden Konsolfräsmaschinen vorwiegend für einfache und lineare Fräsarbeiten an leichten bis mittelschweren Werkstücken genutzt, die zur Produktion von Einzelarbeiten oder kleinerer Serienproduktionen dienen. | |
− | Horizontal- und Vertikal-Konsolfräsmaschinen besitzen eine waagerecht beziehungsweise senkrecht fest im Maschinengestell angeordnete Hauptspindel. Die horizontalen und vertikalen Bewegungen werden mithilfe eines Kreuztisches ausgeführt. Bei diesem kann in den jeweiligen Endlagen ein Kippmoment für Ungenauigkeiten beim Arbeiten sorgen. Aus diesem Grund werden Konsolfräsmaschinen vorwiegend für einfache und lineare Fräsarbeiten an leichten bis mittelschweren Werkstücken genutzt, die zur Produktion von Einzelarbeiten oder kleinerer Serienproduktionen dienen. | ||
− | + | * ''' Universal-Konsolfräsmaschinen: ''' Universal-Konsolfräsmaschinen besitzen sowohl eine waagerechte als auch eine senkrechte Hauptspindel, die auf einem austauschbaren, schwenkbaren Fräskopf angebracht sind und sich aufgrund der Drehachse auch schräg anordnen lassen. Aufgrund dieser Anordnung und der stabilen Bauweise halten Universal-Konsolfräsmaschinen den statischen und dynamischen Anforderungen auch umfangreicherer Fräsarbeiten stand. Da sie außerdem die nötige Steifheit mitbringen, können sie zum Profil-, Plan-, Walzen-, Rund- und Stirnfräsen genutzt werden. | |
− | Universal-Konsolfräsmaschinen besitzen sowohl eine waagerechte als auch eine senkrechte Hauptspindel, die auf einem austauschbaren, schwenkbaren Fräskopf angebracht sind und sich aufgrund der Drehachse auch schräg anordnen lassen. Aufgrund dieser Anordnung und der stabilen Bauweise halten Universal-Konsolfräsmaschinen den statischen und dynamischen Anforderungen auch umfangreicherer Fräsarbeiten stand. Da sie außerdem die nötige Steifheit mitbringen, können sie zum Profil-, Plan-, Walzen-, Rund- und Stirnfräsen genutzt werden. | ||
=== Universal-Werkzeugfräs- und Bohrmaschine === | === Universal-Werkzeugfräs- und Bohrmaschine === | ||
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=== Schalttrommel-Fräsmaschine === | === Schalttrommel-Fräsmaschine === | ||
Fräsmaschine mit automatischem Werkstücktransfer durch Schalttrommel. | Fräsmaschine mit automatischem Werkstücktransfer durch Schalttrommel. | ||
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== Aufbau einer Fräsmaschine == | == Aufbau einer Fräsmaschine == |
Version vom 20. Mai 2019, 15:17 Uhr
Die Fräsmaschine ist eine Werkzeugmaschine, die zum Ausführen von spanenden Arbeiten verwendet wird. Mit ihrer Hilfe erhalten Werkstoffe aus Holz, Metall oder Kunststoff durch das gezielte Abtragen von Spänen eine bestimmte geometrische Form. Zu diesem Zweck wird das in der Regel mit mehreren Schneiden ausgestattete Fräswerkzeug in eine schnelle rotierende Bewegung versetzt und mit dem Werkstück zusammengebracht. In der Folge dringen die Schneiden in das Werkstück ein und tragen das unerwünschte Material in Form von Spänen ab. Da je nach Fräsmaschine wenigstens drei Vorschubrichtungen (X, Y, Z) zur Verfügung stehen können, ist es möglich, auch äußerst komplexe geometrische Körper herzustellen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Geschichte
- 2 Fräsmaschinenarten
- 2.1 Konsolfräsmaschinen
- 2.2 Universal-Werkzeugfräs- und Bohrmaschine
- 2.3 Stationäre Oberfräse
- 2.4 Kopierfräsmaschinen
- 2.5 Bettfräsmaschinen:
- 2.6 Ein- und Zweiständer-Bettfräsmaschinen
- 2.7 Portalfräsmaschine
- 2.8 Portal- und Gantry-Fräsmaschine
- 2.9 Tischfräsmaschinen
- 2.10 Bearbeitungszentren
- 2.11 Langfräsmaschine
- 2.12 Hochgeschwindigkeits-Fräszentrum (HSC)
- 2.13 Passnuten-Fräsmaschine
- 2.14 Gewindefräsmaschine
- 2.15 Gravierfräsmaschine
- 2.16 Schalttisch-Fräsmaschine
- 2.17 Schalttrommel-Fräsmaschine
- 3 Aufbau einer Fräsmaschine
- 4 Sicherheit im Umgang mit einer Fräsmaschine
- 5 Fräsmaschinenhersteller
- 6 Weiterführende Informationen auf IndustryArena.com
Geschichte
Die Fräsmaschine ist eine der wichtigsten Erfindungen von Werkzeugmaschinen eines US-Amerikaners. Im Gegensatz zu den oftmals in Europa entwickelten Werkzeugmaschinen wurde die erste Fräsmaschine 1818 in den USA von Eli Whitney entwickelt. Der Grundkörper bestand größtenteils aus Holz. Gesteuert werden konnte der Frästisch von Hand oder durch ein Schneckengetriebe mit maschinellen Vorschub. Zur Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte ebenfalls in den USA der Ingenieur Francis Pratt die daraufhin auch in Europa bekannt gewordene Lincoln-Fräsmaschine. Auch im asiatischen Raum erfuhr diese Maschine eine weite Verbreitung. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begannen Entwickler und Hersteller weltweit Fräsmaschinen für den spezialisierten Gebrauch zu realisieren. Antrieb war hierbei vor allem das effektive Herstellen von Verzahnungen, Gewinden und Nuten. Als um die Jahrhundertwende 1900 der US-amerikanische Fabrikant F.W. Taylor den ersten Schnellarbeitsstahl (HSS) erfand, wurden nicht nur die Fräswerkzeuge, sondern auch andere Werkzeuge maßgeblich verbessert.
Im Laufe des 20. Jahrhundert bis heute fokussiert sich die Weiterentwicklung von Fräsmaschinen auf höhere Genauigkeit, Automatisierung und Kombination mit anderes Bearbeitungsverfahren.
Fräsmaschinenarten
Aufgrund der häufigen Werkzeugwechsel ist eine Fräsmaschine hohen statischen Beanspruchungen ausgesetzt. Hinzu kommen starke dynamische Belastungen, die auf die Unregelmäßigkeiten während des Betriebs zurückzuführen sind. Hierzu gehören unter anderem unregelmäßige Spanabnahmen, Spanunterbrechungen und Schwankungen in der Schnittkraft. Ziel ist es deshalb, die jeweilige Fräsmaschine optimal auf die Anforderungen des gewünschten Fertigungsverfahrens vorzubereiten.
Da bei den Anforderungen der verschiedenen Fertigungsverfahren sowohl große Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten vorliegen, gilt dies ebenfalls für die unterschiedlichen Maschinen. Aus diesem Grund ist es schwierig, eine Fräsmaschine eindeutig von einer anderen abzugrenzen. Eingebürgert hat es sich, die Fräsen nach der Lage der Hauptspindel in vertikale und horizontale Geräte sowie nach der Bauart in Konsol-, Bett- und Sonderfräsmaschinen einzuteilen. Im Weiteren werden die mechanische und numerische Betriebsweise unterschieden.
Konsolfräsmaschinen
Konsolfräsmaschinen werden als Horizontal- und Vertikal- sowie als Universal-Konsolfräsmaschinen angeboten.
- Horizontal- und Vertikal-Konsolfräsmaschinen: Horizontal- und Vertikal-Konsolfräsmaschinen besitzen eine waagerecht beziehungsweise senkrecht fest im Maschinengestell angeordnete Hauptspindel. Die horizontalen und vertikalen Bewegungen werden mithilfe eines Kreuztisches ausgeführt. Bei diesem kann in den jeweiligen Endlagen ein Kippmoment für Ungenauigkeiten beim Arbeiten sorgen. Aus diesem Grund werden Konsolfräsmaschinen vorwiegend für einfache und lineare Fräsarbeiten an leichten bis mittelschweren Werkstücken genutzt, die zur Produktion von Einzelarbeiten oder kleinerer Serienproduktionen dienen.
- Universal-Konsolfräsmaschinen: Universal-Konsolfräsmaschinen besitzen sowohl eine waagerechte als auch eine senkrechte Hauptspindel, die auf einem austauschbaren, schwenkbaren Fräskopf angebracht sind und sich aufgrund der Drehachse auch schräg anordnen lassen. Aufgrund dieser Anordnung und der stabilen Bauweise halten Universal-Konsolfräsmaschinen den statischen und dynamischen Anforderungen auch umfangreicherer Fräsarbeiten stand. Da sie außerdem die nötige Steifheit mitbringen, können sie zum Profil-, Plan-, Walzen-, Rund- und Stirnfräsen genutzt werden.
Universal-Werkzeugfräs- und Bohrmaschine
Bei der Universal-Werkzeugfräs- und Bohrmaschine handelt es sich um eine vielseitig einsetzbare und erweiterbare Universal-Konsolfräsmaschine mit drei Vorschubrichtungen. Die auf der X- und Z-Achse gelegenen horizontalen und vertikalen Bewegungen werden vom Werkstück über die am Maschinengestell befestigte Konsole ausgeführt, die Bewegungen auf der Y-Achse übernimmt die Universal-Werkzeugfräs- und Bohrmaschine. An der Konsole lassen sich verschiedene Maschinentische montieren. Bei mechanisch gesteuerten Fräsen finden sich häufig Winkeltische, bei CNC-gesteuerten Maschinen werden aufgrund der zusätzlich zur Verfügung stehenden Drehachse schwenkbare Rundtische genutzt.
Stationäre Oberfräse
Stationäre Oberfräsen ähneln in ihrem Aufbau den einfachen Konsolfräsmaschinen oder einer Ständerbohrmaschine. Sie werden vor allem zum Kopieren von Formen und zum Einlassen von Beschlagsteilen aus Kunststoff, Holz und ähnlichen Werkstoffen verwendet. Zum Kopieren wird eine Negativform während des Fräsens durch einen Kopierstift geführt und die dabei ermittelte Form auf das Werkstück übertragen. Bei einigen Modellen lässt sich entweder der Fräskopf oder der Maschinentisch in beide Richtungen um 90° schwenken.
Kopierfräsmaschinen
Eine Kopierfräsmaschine überträgt eine bekannte Form durch Abtasten einer Vorlage auf ein Werkstück. Als Vorlage dient entweder ein Modell des gewünschten Körpers oder eine Schablone. Das beim Abtasten erfasste Bewegungsmuster wird an das Fräswerkzeug weitergegeben, welches damit aus dem Werkstück den zugrunde liegenden Körper nachformt. Diesem Prozess verdanken die Maschinen auch den Namen Nachformfräsen.
Bettfräsmaschinen:
Bei Bettfräsmaschinen werden die Fräsbewegungen in drei Koordinatenrichtungen ausgeführt. In horizontaler Richtung wird die Bewegung durch den Ständer, in Längsrichtung durch den Tisch und in vertikaler Richtung von der Fräseinheit ausgeführt. Diese wird über eine Schwerpunktachse geführt, sodass im Gegensatz zur Konsolfräsmaschine ein Kippmoment verhindert wird. Dadurch können mit Bettfräsmaschinen schwere und unhandliche Werkstücke bearbeitet werden. Außerdem werden Bettfräsmaschinen sowohl für lineare als auch dreidimensionale Fräsarbeiten und für die Serienanfertigung genutzt.
Ein- und Zweiständer-Bettfräsmaschinen
Ein- und Zweiständer-Bettfräsmaschinen werden je nach Größe der Werkstücke mit einem oder zwei Maschinenständern betrieben. Diese sind an dem Bett angebracht und mit jeweils einer eigenen Werkzeugeinheit ausgestattet, um auf diese Weise den kompletten Spannbereich des Betts erreichen zu können. Beim gleichzeitigen Einsatz von zwei Maschinenständern muss insbesondere bei der mechanischen Steuerung darauf geachtet werden, dass diese nicht miteinander kollidieren. Numerisch gesteuerte Maschinen geben in der Regel einen Warnhinweis, wenn eine Kollisionsgefahr erkannt wird.
Portalfräsmaschine
Eine Portalfräsmaschine besteht aus einem Fräskopf, der mithilfe eines Querbalkens zwischen zwei waagerechten Ständern geführt wird. Diesem Aufbau verdankt die Portalfräsmaschine sowohl ihren Namen als auch ihre große Steifigkeit. In großindustriellem Maßstab werden Portalfräsmaschinen vor allem zum Fräsen großer ebener Platten genutzt. In kleinerem Maßstab finden sie sich häufig als CNC-gesteuerte Maschinen zur Bearbeitung von Holz, Kunststoff, NE-Metallen und Stein. Mit ihnen lassen sich unter anderem Gravuren erstellen, Oberflächen bearbeiten oder CNC-Schweißarbeiten durchführen.
Portal- und Gantry-Fräsmaschine
Fräsmaschine mit beweglichem oder festem Ständerportal. Das Maschinenkonzept ist für CNC-Vertikalbearbeitung ausgelegt. Die hängende Arbeitsspindel erreicht bei festliegendem Frästisch in den drei Hauptachsen jeden Raumpunkt durch Portal- oder Hochportal-Verschiebung über Quertraverse und Spindelstockschlitten. Bei Verwendung eines NC-gesteuerten Gabelfräskopfes ist 5-Achsbearbeitung möglich. In der Festständerausführung ist eine lineare Achsverschiebung für den Frästisch unter Portal vorgesehen.
Tischfräsmaschinen
Tischfräsmaschinen werden zur Kantenbesäumung von Werkstücken aus Holz eingesetzt. Zu diesem Zweck wird die gusseiserne Arbeitsplatte in der Mitte des seitlich angebrachten Anschlags von einer kreisrunden Öffnung unterbrochen, aus der eine Frässpindel ragt. Die Anpassung des Fräswerkzeugs erfolgt mithilfe von Distanzringen, die mit einer Schraubenmutter fixiert werden. Das Spezielle an Tischfräsmaschinen ist, dass der Vorschub des Werkstücks fast ausschließlich manuell entlang der im Vorfeld eingestellten Führungseinrichtungen erfolgt.
Bearbeitungszentren
Als Bearbeitungszentrum werden CNC-gesteuerte Werkzeugmaschinen bezeichnet, mit denen sich an einem Werkstück alle zu einem Arbeitsprozess nötigen Fräsarbeiten durchführen lassen. Dadurch entfallen zum einen Arbeiten wie das Umspannen der Werkstücke, zum anderen umfasst das Programm auch das automatische Wechseln der Werkzeuge und Entsorgen der anfallenden Späne. Es gibt zahlreiche Bauformen, von denen die mit einer senkrechten Spindel und einem schwenkbaren Tisch relativ häufig zu finden ist.
Langfräsmaschine
Ausführung als Einständer- und Zweiständer-Langfräsmaschine. Fräsmaschine und Langbett mit seitlicher Führung für die Bearbeitung langer Werkstücke mit beweglichem Einständeraufbau. Zweiständer-Fräsmaschine mit horizontaler Bettführung für Tisch und quer verstellbaren Ständern für die Bearbeitung mit einer oder mehreren Hauptspindeln.
Hochgeschwindigkeits-Fräszentrum (HSC)
Fräsmaschinen mit maschinenseitiger Regelung des Zeitspanvolumens gemäß werkstofftypischer Optimierungsvorgabe. Höhere Anforderungen an Drehzahl- und Rundlaufgenauigkeit der Werkzeuge sowie Werkstückspannung.
Passnuten-Fräsmaschine
Fräsmaschinen mit waagerechten Frässpindelstock.
Gewindefräsmaschine
Der Frässpindelkopf ist auf einem Längsschlitten aufgebaut, der Antrieb des Fräsers wird von einer Nutwelle abgeleitet. Schlittenvorschub über Leitspindel, die durch Wechselräder von der Werkstückspindel angetrieben wird. Werkstück hat Vorschubgeschwindigkeit. Beim Langgewindefräsen Einsatz von scheibenförmigen Gewindefräsern, beim Kurzgewindefräsen kommen walzenförmige Fräswerkzeuge zum Einsatz. Gewindeherstellungsmaschinen
Gravierfräsmaschine
Gravierfräsmaschine einfacher Bauweise für zweidimensionales Gravieren und Kopierfräsen mit Pantograph (Storchschnabel) und Schablonentisch. CNC-Maschinenausführungen mit Granittisch oder Dreh-, Schwenk-Achse und mit 3- bis 5-Achssteuerung werden in weiteren Bearbeitungsfeldern genutzt. Typische Anwendungen sind u.a. Prägewerkzeuge, Elektrodenfertigung, Prägestempel, Prägezylinder, Werkzeug- und Formenbau sowie Hartbearbeitung.
Schalttisch-Fräsmaschine
Fräsmaschine mit automatischem Werkstücktransfer durch Schalttisch.
Schalttrommel-Fräsmaschine
Fräsmaschine mit automatischem Werkstücktransfer durch Schalttrommel.
Aufbau einer Fräsmaschine
Auch wenn es nicht „die“ Fräsmaschine gibt, basieren die unterschiedlichen Typen doch auf einem grundsätzlich ähnlichen Aufbau.
Die Basis der Werkzeugmaschinen bildet ein Gestell, das die weiteren Komponenten des Geräts tragen muss. Deshalb werden vor allem schwere Maschinen auf einem Fundament aufgestellt. Bei kleineren bis mittleren Geräten wird häufig die Monoblockbauweise genutzt. Bei dieser bilden das Gestell und der Maschinenständer eine Einheit, wodurch die Fräsmaschine bei wenig Platzbedarf und hoher Bedienerfreundlichkeit über eine große dynamische Belastbarkeit verfügt. Größere Maschinen werden in der Regel aus Modulen zusammengebaut.
Ein wesentliches Element der Fräsmaschine ist der Fräskopf. Er trägt bei herkömmlichen Geräten in der Regel die senkrecht ausgeführte Hauptspindel und eine per Hand ausfahrbare Pinole. Bei CNC-Maschinen besitzen die Fräsköpfe unter anderem Systeme zum automatischen Werkzeugwechsel.
Zum Zerspanen leichter bis mittelschwerer Werkstücke dienen Maschinentische. Diese fahren über die Konsole in vertikaler und über den Querschieber in horizontaler Richtung in den Führungen des Maschinenständers. Zur Nutzung einer dritten Achse kann ein Kreuztisch ergänzt werden. Problematisch ist bei den Maschinentischen, dass Konsolen in den Endlagen zum Kippen neigen. Deshalb werden schwere und unhandliche Werkstücke auf Betten eingespannt, da diese über die komplette Fläche aufliegen.
Sicherheit im Umgang mit einer Fräsmaschine
Beim Betrieb einer Fräsmaschine können verschiedene Gefahren auftreten. Diese sollen durch die Wahl geeigneter Sicherheitsmaßnahmen möglichst vermieden werden. Zusätzlich müssen bei ihrem Auftreten die geeigneten Rettungsmaßnahmen bekannt sein. Aus diesem Grund dürfen nur Personen mit einer ausgewiesenen Fachkenntnis an einer Fräsmaschine eingesetzt werden.
Beim Fräsvorgang können wegfliegende Späne, gegebenenfalls auch Werkstücke oder Werkzeuge zu Verletzungen führen. Auch beim Entfernen der Werkstücke aus der Spannvorrichtung kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Eine weitere Gefahrenquelle stellen nicht ausreichend geschützte bewegliche Maschinenteile dar, da diese Gliedmaßen oder die Kleidung einziehen können.
Zum Schutz der Augen ist beim Arbeiten an der Fräsmaschine immer eine Schutzbrille zu tragen. Weiterhin kann das Anbringen von Fangblechen zum Auffangen von Spänen sowie bei mehreren nebeneinanderliegenden Arbeitsplätzen das Aufstellen von Schutzwänden sinnvoll sein. Sollten bewegliche Maschinenteile vorhanden sein, sind diese mit einem Schutzgitter zu sichern. Wesentlich ist zu guter Letzt ein Not-Aus-Schalter, der im Gefahrfall die Stromzufuhr unterbricht.
Fräsmaschinenhersteller
Bekannte Hersteller von Fräsmaschinen sind unter anderem AXA, Böttcher und Renardy, Boschert, BULMAK, Bungard Elektronik, CNC-STEP, COSMA Berger, DMG MORI, Ehinger Werkzeugmaschinenfabrik, elumatec, erkat, Faber H&V, Fickert und Winterling, GK Werkzeugmaschinen, Götzinger, Habrama, HELLER, HEYLIGENSTAEDT, HOLZ-HER, HOMAG, Horn Maschinenbau, KERN Microtechnik, Kiesling Maschinentechnik, KRÄKU, MFK Maschinenbau, MIKROMAT, MillStep, PRESSTA – EISELE, Reckermann Maschinenbau, Reiter Maschinen, ROBEL, Röders, SAMAG, Schmoll Maschinen, Schüssler Technik, Schwäbische Werkzeugmaschinen, Schwamborn, SSB Maschinenbau, teco, vhf camfacture, WABECO, WaldrichSiegen, WEMAS, Ziersch.