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Tiefbohrmaschine

1 Byte entfernt, 09:59, 28. Mär. 2019
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Der Ablauf beim Herstellen von Tiefbohren unterscheidet sich von dem anderer Bohrprozesse. Vorschub und Schnittgeschwindigkeit sind hier von besonderer Bedeutung. Beide werden in einem so genannten Bohrzyklus angelegt aus Bohren und Unterbrechung. Diese zyklische Abfolge dient dem Spanbruch, das heißt dem Unterbrechen des Spans. Dadurch enstehen viele kleine Späne, die durch den hohen KSS-Einsatz ausgespült werden können. Bei langen Spänen würden sich diese um das Bohrwerkzeug wickeln und verknoten. Dadurch würde der Bohrkanal verstopfen und ein weiterbohren verhindern. Die Schnittgeschwindigkeit liegt bei den meisten Werkstoffen bei 50 - 90 m/min, ausgenommen hochtemperierte Legierungen auf Ni-Co-Fe-Basis mit 30 - 50 m/min.
Aufgrund der asymmetrischen Schneide der Bohrer und der Länge der Werkzeuge müssen die Werkzeuge beim Anbohren in der Bohrbuchse geführt werden. Diese gewährt ein punktgenaues Anbohren auch bei unebenen oder winkligen Oberflächen anders als bei anderen Bohrertypen wie dem klassischen Spiralbohrer. Während des Bohrprozesses wird das Werkzeug über die Führungsleisten geführt. Zwischen Führungsleiste und Werkstück herrscht lediglich eine geringe Nassreibung aufgrund des hohen Einsatzes von Bohrölen. Die hohe Hauptschnittkraft verursacht durch die asymmetrische Schneide des Bohrers wird über die Führungsleisten an die Außenwand der Bohrung übertragen, trotz Schmierfilm im µm-Bereich. Durch diese minimale plastische Verformung kommt die typisch glatte und kaltverfestigte Oberfläche von Bohrungen mit Tiefbohrmaschinen und -werkzeugen zu Stande. Durch die permanente Zentrierung der Bohrerspitze durch die Führungsleisten ensteht eine hohe Geradheit wie sie nur schwer zu erreichen ist.
== Automatisierung ==
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