::- Naturdiamant besitzt eine Sonderstellung unter den natürlichen Schleifmitteln, da es der härteste natürliche, uns bekannte Stoff ist. Diamant ist chemisch reiner Kohlenstoff (C), welcher unter besonders hoher Hitze- und Druckeinwirkung über lange Zeit kristallisiert. Da 80 % der gefundenen natürlichen Diamanten zu klein sind für eine Verwendung als Schmuckdiamant werden sie in der Industrie eingesetzt. Ihre Eigenschaften sind nahezu identisch mit der synthetischer Diamanten (LEIC75), können allerdings Verunreinigungen aufweisen.<br>Größere Industriediamanten mit hoher Reinheit werden in Geräten zur Härteprüfung, Abrichtwerkzeugen, Ziehsteinen und Abdrehdiamanten eingesetzt. Mittelgroße Diamanten werden in Tunnelvortriebsmaschinen und Bohrkronen für die Erdölindustrie eingesetzt. Kleinere, unreine Diamanten werden Boart genannt und kommen in gebundener Form beim Schleifen in den verschiedensten Diamantwerkzeugen und in loser Form beim Polieren zum Einsatz. Naturdiamant wird in der Schleifmittelindustrie in den Körnungen 1 bis 1100 μm Korndurchmesser verarbeitet. Der Naturdiamant wird hauptsächlich zum Schleifen und Trennen von Glas, Keramikprodukten, Hartmetallen, Kunststoffen sowie von Beton, Natur- und Kunststeinen als auch in stehenden und rotierenden Abrichtwerkzeugen eingesetzt. Für Stahl ist Diamant aus zweierlei Gründen als Schleifmittel ungeeignet. Zum einen kann der Kohlenstoff bei den hohen beim Schleifen entstehenden Temperaturen in den Stahl diffundieren und zum anderen graphisiert Diamant bei den hohen Temperaturen im Randbereich. Dieser ist wiederum gut im Eisen löslich.